Faszination Schmuck
Es ist die Beschäftigung mit den Dingen, die über
das Lebensnotwendige hinausgehen.
Jede Epoche, jedes Jahrzehnt, ja jeder Mensch zeigt im Schmuck sein Welt- und
Selbstbild.
Nach dem zarten, floralen Jugendstil um 1900 entsteht in den Zwanzigern die Zeit
des Art Déco, ein Stil, der das neue Selbstverständnis und Selbstbewusstsein
der Frauen in kräftigen, klaren, ausdrucksstarken Formen widerspiegelt.
Im Schmuck reflektiert der Mensch die Jahrtausende seiner Geschichte.
Noch heute werden Kettenmuster aus der Antike auf dieselbe Art wie damals Glied
für Glied von Hand hergestellt.
Die Herstellungstechnik und die Fertigkeiten wurden von Generation zu Generation
weitergegeben. Dieses Wissen und die Erfahrung sind die eigentlichen Schätze
der Goldschmiede, die nicht in Schatztruhen oder Tresoren verwahrt werden können.
Sie bleiben nur erhalten, wenn sie weitergegeben werden.
Grundlage der Produktion sind heute ausschließlich überlieferte Muster, die
entweder ganz detailgetreu oder in Variationen übernommen werden. Die alten
Zurichtungsbücher bilden den Grundstock der Fertigung in Gold und Platin.
Die Fuchsschwanzkette ist eines der ältesten bekannten Muster. Im
wiederentdeckten Schatz des Krösus, des reichsten Königs der antiken Welt,
finden sich zahlreiche Fuchsschwanzketten. Wir zeigen sie aus Platin, Rotgold
und Feingold.
Metall ist ein nahezu mystisch wandelbares Material. Es läßt sich schmieden,
feilen, sägen aber auch treiben oder als Draht ziehen und biegen. Eben noch
hart, spröde, brüchig, fließt es geschmolzen in jede beliebige Form.
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